Mit großer Freude dürfen wir verkünden, dass Ada Diagne mit ihrem Buch »Baobab« für den Korbinian – Paul Maar-Preis nominiert wurde und somit eine der sechs Finalist*innen ist.
Mit folgenden Worten begründet die Jury ihre Entscheidung: »BAOBAB erzählt von den langen Schatten des Kolonialismus. Mit zwei kunstvoll miteinander verwobenen Erzählsträngen zeigt die Autorin, wie Vergangenheit und Gegenwart einander durchdringen. Alles beginnt mit einem Sturm: Ein weißes Baby wird an die Küste gespült und konfrontiert die Bewohnerinnen und Bewohnern eines afrikanischen Küstendorfs mit einer schmerzhaften Vergangenheit. In einem zweiten Erzählstrang wird die Geschichte der jungen Ava erzählt, die rund hundert Jahre zuvor lebt. Ihr Schicksal eröffnet zugleich einen Blick auf den Kolonialismus und Gewalt und macht deutlich, wie tief historische Erfahrungen bis in die Gegenwart hineinwirken. So gelingt mit BAOBAB ein vielschichtiger Roman, der schwierige Themen sensibel behandelt und junge Leserinnen und Leser dazu anregt, über Identität, Geschichte und Zusammenleben nachzudenken.«
Jetzt heißt es Daumen drücken, bis der Preis am 23. Juli im oberbayerischen Kolbermoor verliehen wird.

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur schreibt seit dem Jahr 2009 einen Nachwuchspreis für deutschsprachige Autorinnen und Autoren der Kinder- und Jugendliteratur aus.
Der Nachwuchspreis, seit 2017 Korbinian – Paul Maar-Preis, für deutschsprachige Autorinnen und Autoren, dotiert mit 2.500 Euro, wurde vom Kinderbuchautor Paul Maar mitinitiiert. Zusammen mit dem Bayernwerk und dem Bücherkabinett Hagemeier (bis 2012) bzw. der Märchen-Stiftung Walter Kahn (2013) stiftet er jährlich das Preisgeld.

Ada Diagne, 1992 in Wien geboren, lebt in Wien. 2021 erhielt sie den Young Storyteller Award für ihr Buch »Menschen« und für »Baobab« das Kinder- und Jugendliteraturstipendium der Literar Mechana. Sie beschäftigt sich in ihren Texten mit den Themen Afrozentrismus, Erinnerungskultur und Machtkritik. »Baobab« ist ihr erstes Buch bei Leykam.
