Buchpräsentation: „Wir waren Niemand" von Milan Radin

Das Jahr 1989 veränderte Europa zunehmend. Kommunistischen Diktaturen wurde Einhalt geboten als der Eiserne Vorhang fiel und den Weg für freie Wahlen bereitete. In Rumänien bedeutete dieser Umbruch auch eine Kette von Unruhen, Demonstrationen und blutigen Kämpfen. Vor allem die rumänische Stadt Temesvar wurde schwer mitgenommen. 

Aus dieser Stadt flüchtete auch Milan Radin, im Alter von erst 15 Jahren. Im Rahmen der internationalen Konferenz „1989: Abbau des Eisernen Vorhangs – Ende des Kommunismus?", die von dem Ludwig Boltzmann Institut, der Universität Graz, der Stadt Graz und der Konrad Adenauer Stiftung veranstaltete wurde, präsentierte er seinen über diese Flucht verfassten Bericht. In „Wir waren Niemand" erzählt er von Deportationen, Zwangsarbeit, Unterdrückung, Beschlagnahmungen und Nahrungsknappheit. Es war eine düstere Zeit, in der Radin von Temesvar nach Graz wanderte – im Winter, durch Schnee, zu Fuß, dann wieder im Kofferraum versteckt. Als Zeitzeuge erweckte Radin bei der Podiumsdiskission am 7. Oktober 2019 im Rathaus Graz diese damaligen Ereignisse wieder zum Leben. Nachdenklich gestimmt, wurde beim abschließenden Empfang der Stadt Graz gemeinsam weiter über die Geschehnisse von 1989 reflektiert. 

 

Foto Copyright: Jenazaruc
Foto Copyright: Dagmar Holzmann/Leykam Verlag

 

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