»ESCAPE!« von Deborah Sengl bei der HOTLIST 2020

Der Leykam Verlag ist dieses Jahr bei der Hotlist 2020 dabei. 170 unabhängige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben dafür eines ihrer besten Bücher eingereicht.

Aus allen Einreichungen nominiert ein Kuratorium 30 Titel, die als Longlist-Kandidaten für die Hotlist mit großer Leseprobe, Autoreninfo etc. präsentiert und dem Publikum im Internet zur Wahl gestellt werden. Das Publikum entscheidet hier von Anfang Juli bis Mitte August über 3 Plätze auf der Shortlist der Hotlist. Die 7 weiteren Titel auf der Hotlist werden von einer Jury ausgewählt.

Die diesjährige Jury besteht aus: Nora Zukker (Autorin und Literaturkritikerin), Zürich; Gerlinde Tamerl (Wagner’sche Buchhandlung, freie Literaturkritikerin), Innsbruck; Jörg Plath (Literaturredakteur Deutschlandfunk Kultur und Kritiker), Berlin; Ulrich Gutmair (Kulturredaktion Die Tageszeitung), Berlin; Christoph Danne (Autor, Buchhandlung Bittner), Köln

Die Bücher können für verschiedene Kategorien eingereicht werden: Lyrik, deutschsprachige Erzählungen, deutschsprachige Romane, Erzählliteratur aus anderen Sprachen, Krimi, Graphic Novel usw. Wir haben uns für ein Buch entschieden, das in der Kategorie »Das besondere Buch« antritt:

»ESCAPE! Fluchtverhalten« von Deborah Sengl

Der Band dokumentiert das aufsehenerregende Kunstprojekt von Deborah Sengl im Museumsquartier Wien zum Thema Flucht, das jetzt wieder zu erleben ist, in einem reich bebilderten Band, der nicht nur die Atmosphäre der Escape Rooms aus dem Museumsquartier einfängt, sondern anhand vieler Details zeigt, was Flucht bedeutet.

Deborah Sengl erklärt, worum es ihr dabei geht: »ESCAPE! soll und kann keine reale Fluchtgeschichte nacherzählen. Vielmehr möchte ich einen Eindruck der emotionalen Ausnahmesituationen geben, die den Geflüchteten widerfahren. Über diesen Weg erhoffe ich mir, das Unnachvollziehbare nahbarer zu machen und somit den Blick, den Verstand und zuletzt das Herz denen gegenüber zu öffnen, deren Schicksale vielen so fremd erscheinen mögen.«

Sengl suchte die Zusammenarbeit mit Menschen mit Fluchterfahrung, die ihre persönlichen Erfahrungen einfließen ließen, und fand in der Organisation »Fremde werden Freunde« einen wertvollen Partner. Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit den Escape-Room-Produzenten von »Time Busters« unter Beratung durch den UNHCR.

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Günther Oberhollenzer: »Die verlassene Wohnung (hier sind die meisten Rätsel zu lösen), das dunkle Labyrinth mit Hundegebell, das Büro mit einem Hundmensch, der Herr „Grantl“ (eine Figur typisch für Sengl), der bedrohliche LKW-Laderaum, der sterile Wartesaal ... all das ist nur schwer zu beschreiben, man muss es selbst erleben.«

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Auch die pointierten Kurz-Essays von Autor*innen richten sich in sehr persönlichen Beiträgen an alle, die dieses nach wie vor aktuelle Thema nicht einfach von sich fernhalten wollen, sondern bereit sind, sich mit den vielseitigen Aspekten von »Flucht« auseinanderzusetzen: Michael Ginner, Frido Hütter, Bardia Monshi, Günther Oberhollenzer, Sepp Schellhorn, Andreas Schieder, Heide Schmidt, Gustav Schörghofer, Katharina Stemberger & Fabian Eder, Christian Strasser, Klaus Theweleit, Erwin Uhrmann, Clemens Verenkotte, Manuela Vollmann

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Wir drücken die Daumen und sind gespannt wie es weitergeht!

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