Ostern, einmal anders

Die Osterfeiertage werden dieses Jahr – daran besteht kein Zweifel – anders zu gestalten sein als in den vergangenen Jahren. Den Osterstriezel bringt nicht die Patin oder der Pate vorbei; den bäckt man in diesen Zeiten selbst. Das Ostereiersuchen beschränkt sich auf einen Haushalt und den Eierlauf verschiebt man lieber auf nächstes Jahr – Eigelb auf weißen Zimmerwänden will man dann doch nicht riskieren. Worauf man aber nicht verzichten muss, das ist eine gelungene Osterjause. Wer aus gegebenem Anlass die heimische Wirtschaft unterstützen möchte, dem empfehlen wir einen virtuellen Besuch bei Labonca, dem Biohof der glücklichen Schweine.

Labonca – Was ist das eigentlich?

Labonca ist die altslawische Bezeichnung des Flusses Lafnitz und bedeutet übersetzt „die Weißglänzende“. An diesem Fluss, inmitten des Lafnitztals, hat Bio-Bauer Norbert Hackl es sich zur Aufgabe gemacht, Schweine glücklich zu machen und ihnen ein angemessenes Zuhause zu bieten. Seit 2003 bewirtschaftet er gemeinsam mit seiner Frau Ulrike den Labonca Biohof in der Oststeiermark. Ausführliche Informationen zur Geschichte und Philosophie des Hofs finden Sie im Buch „Dürfen Schweine glücklich sein?“.

Auf dem 300.000 m2 großen Areal verbringen rund 500 Schweine ihr ganzes Leben im Freien, rund ums Jahr. Die Sonnenschweine, eine besondere Rassenkreuzung, sind auf natürliche Weise vor Sonnenbrand geschützt und können sich so ein ganzes Jahr lang am Gelände austoben. Sie laufen, sie wühlen, sie suhlen sich, während der Bio-Bauer und sein Team stets ein wachsames und führsorgliches Auge auf die Tiere haben. Seit 2016 ist dieses Auge auch auf die Labonca Bergschecke, eine der ältesten und seltensten Rinderrassen Österreichs, gerichtet. Die Nutztierhaltung dieser Rasse bedarf besonders hoher Standards, welchen der Labonca-Biohof mehr als gerecht wird und für seine Bemühungen auch mit dem Bundestierschutzpreis ausgezeichnet wurde.

Der Kreis des Lebens

Für Nobert Hackl ist nicht nur die artgerechte und tierschutzkonforme Haltung seiner Sonnenschweine und Bergschecken unverzichtbar, sondern auch eine würdige Schlachtung. Diese geschieht auf dem Biohof im Weideschlachthaus, um den Tieren unnötige Strapazen zu ersparen. Die Gelassenheit der Tiere kann man auch live erleben – zumindest wird das bald wieder möglich sein. Der von den Biobauern empfohlene Labonca-Rundweg führt am historischen Wasserschloss Burgau vorbei und durch einen idyllischen Wald zur Sonnenschweine-Zuchtweide und Bergschecken-Rinderweide. Den Abschluss bildet das Weideschlachthaus, wo man den Ferkeln beim Spielen zusehen kann.

Labonca verkosten

Die Bio-Produkte des Labonca Biohofs kann man selbstverständlich auch in diesen Zeiten verkosten, und welchen besseren Anlass gibt es als eine deftige Osterjause? Familie Hackl hat, um die Qual der Wahl etwas zu mindern, schon einige Empfehlungen in ihrem Onlineshop vorbereitet. Die Osterspezialitäten reichen vom Osterschinken über österlichen Schmalzgenuss bis zu fertig zusammengestellten Osternest-Paketen. Ostern wird dieses Jahr anders, aber vielleicht ist genau das ein Anreiz, sich bei den lokalen und regionalen Biohöfen wie Labonca umzusehen, virtuell zu gustieren und online zu erwerben. Wir wünschen frohe Vorbereitungen!

 

© Birgit Pichler

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel

Newsletter

Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter und verpassen Sie keine Neuigkeit oder Aktion mehr von Leykam Buchverlag.