Wir feiern 435 Jahre!

2020 ist ein besonderes Jahr für den Leykam Buchverlag. Wir feiern 435 Jahre Verlagsgeschichte! Damit blicken wir als ältester Verlag Österreichs auf eine lange und vielseitige Geschichte zurück: Auf das prunkvollste Werk, das je bei uns gedruckt wurde, die Erbhuldigung Karl VI., auf den Druck des ersten Bauernkalenders, auf Erzherzog Johanns Text „Der Brandhofer und seine Hausfrau“, auf die Veröffentlichungen der Monatsschrift Peter Roseggers „Heimgarten“, auf unsere Zeit als Zeitungsverlag und auf zahlreiche weitere einschlägige Momente seit unserer Gründung. Aber alles der Reihe nach…

Im Jahr 1585 – in diesem Jahr wurde auch die Universität Graz gegründet – wurde der Buchdrucker Georg Widmanstetter von München nach Graz berufen, um mit einer katholisch geführten Buchdruckerei einen Gegenpol zu den protestantischen Druckereien zu schaffen. Nur 15 Jahre später war Widmanstetters Druckerei aufgrund eines Generalmandats zur einzigen Innerösterreichs geworden. Ein lukratives Monopol war geschaffen, in dessen Zeit das erste Koch- und „Artzneybuch“ Österreichs, das prächtige Werk „Erbhuldigung“ und der erste Bauernkalender von Widmanstetter gedruckt wurden.

Der Verlag erhält seinen Namen 

1776 kam der heutige Namensgeber des Verlags auf den Plan: Andreas Leykam wird Gehilfe in der Druckerei Widmanstetters. Wenig später machte sich dieser selbstständig, brach das Monopol Widmanstetters und kaufte dessen Druckerei inmitten der napoleonischen Kriege auf. Eine neue Ära brach an.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts erschien die erste Ausgabe der Monatsschrift Peter Roseggers „Heimgarten“ bei Leykam. Wenig später teilten sich Verlag und Druckerei von der Papierfabrik – ein Dezentralisierungstrend, der Ende des 20. Jahrhunderts zu sechs einzelnen Bereichen der „Leykam AG“ führte und so den Buchverlag als eigenständige Geschäftsform hervorbrachte.

Über Umwege zum Verlag von heute

Doch vor dieser Abspaltung durchlebte der Leykam Konzern sein dunkelstes Kapitel. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Leykam in den „NS-Gauverlag und Druckerei Steiermark“ umgewandelt. Die bis zu diesem Zeitpunkt gedruckte Tagespost wurde 1938 von einer national-liberalen Tageszeitung zum offiziellen NS-Parteiorganisationsblatt. Nach Ende dieser bedrückenden Zeit erhielt das Unternehmen wieder seine frühere Rechtsform, wurde von den führenden Sozialdemokraten verwaltet und druckte vorläufig alle steirischen Parteizeitungen. 1959 erschien das von Erzherzog Johann verfasste Werk „Der Brandhofer und seine Hausfrau“.

Nach Einstellung des Zeitungsdrucks wurden die Teile der Leykam Medien AG nacheinander verkauft; der Leykam Verlag wurde zunächst von der Medienfabrik und 2017 von der Leopold Gartler gehörenden unabhängigen GL Invest erworben, in deren Besitz er sich heute befindet.

Somit schlägt der Leykam Buchverlag den Bogen vom Gutenberg- zum Googlezeitalter und zeichnet sich heute vor allem durch ein breites Œuvre von Sachbuch über Belletristik bis hin zu einem Schwerpunkt auf Wissenschaft und Pädagogik aus. Der Leykam Buchverlag blickt mit seiner reichhaltigen Geschichte in eine spannende Zukunft, die durch Digitalisierung und gesellschaftliche Veränderungen innovative und nachhaltige Wege in der Buchproduktion verlangt. Wir freuen uns darauf!

 

© Leykam Buchverlag
© Landesbibliothek Steiermark

 

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