Der Brandhofer und seine Hausfrau

Der Brandhofer und seine Hausfrau

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  • 978-3-7011-7920-6
  • Oktober 2014
  • Gebundene Ausgabe, 21,0 x 15,0 cm
  • 228
Der Brandhofer und seine Hausfrau ist die „Erzählung“ von jener berührenden und unbeirrbaren... mehr
Das Buch "Der Brandhofer und seine Hausfrau"

Der Brandhofer und seine Hausfrau ist die „Erzählung“ von jener berührenden und unbeirrbaren Liebe, die Erzherzog Johann Baptist von Österreich und Anna Plochl, die Postmeisterstochter von Aussee, verbunden hat. Der Erzherzog hat diese „Erzählung“ selbst niedergeschrieben. Er schildert seine Wanderungen durch die obere Steiermark, lässt uns das Werden der tiefen und bleibenden Zuneigung miterleben, die aus der ersten Begegnung mit Anna am Toplitzsee entsteht. Dieser neuen Auflage kommt umso größere Bedeutung zu, als das Originalmanuskript 1945 den Nachkriegswirren zum Opfer gefallen ist.

Erzherzog Johann schreibt in diesem Buch aber nicht nur über seine tiefgreifenden Gefühle zur Postmeistertochter von Aussee, sondern legt auch die außerordentlichen Schwierigkeiten offen dar, die wegen des großen Standesunterschiedes einer dauernden Verbindung entgegentreten, bis er schließlich von der Eheschließung in der Stille der Kapelle des Brandhofes und von der Geburt des ersehnten Sohnes berichten kann, ein Bericht, der – nicht zuletzt – geschrieben wurde, um der wild wuchernden, die Tatsachen verfälschenden Fantasie der Mitmenschen die schlichte Wahrheit entgegenzuhalten. Das Buch enthält darüber hinaus großartige Illustrationen aus dem Ausseerland, welche das damalige Leben sehr schön veranschaulichen – ein berührendes Stück österreichischer Geschichte.

Hinweis: Unter der Rubrik „Blick ins Buch“ finden Sie nicht nur eine Leseprobe, sondern darüber hinaus berührende Briefe von Erzherzog Johann und Anna Plochl

Auszug aus einem Brief an Anna Plochl vom 6. Jänner 1824:

„… Wenn zwey Herzen nie von einander, selbst in den geringsten Gedanken, lassen und innig so vereiniget sind, als wären sie nur eines, oh dann ist alles gut. Dann tritt blos die Besorgnis bey jedem ein, nur das Geringste zu thun, was den andern kränken könnte. Dann trachtet einer dem anderen zuvorzukommen, im Guten, in der Freundschaft, in der treuen Liebe, und was ist dann unmöglich? Es ist ein herrliches Bild, zwey solche Herzen! Ein Bild, dessen uns wahrlich in diesen Zeiten Noth thut, wo diese Gefühle leider nach und nach verschwinden und einer kalten, abgeschmackten Ziererey Platz machen, die ich bey keinem Menschen leiden mag. Gott der Herr wache über Dich, Du treues theures Herz und gebe Dir viele frohe und gute Stunden, solche, die Gott in dem Inneren erwecket und welche die Menschen nicht geben können…“

Zitate von Erzherzog Johann Baptist von Österreich:

Als 1810 schwerer Kummer mich beinahe in das Grab gebracht, Tirol, Krain, ein Teil von Kärnten, Salzburg verloren gegangen, blieb mir noch die Steiermark übrig. … Ich fand in den Bergen Kraft, Treue, Einfalt, ein noch unverdorbenes Geschlecht.

Mein Ziel ist, als Damm mit den Besseren vereint und mit den Völkern der Berge zu stehen gegen den Schwindel der Zeit, die Berge zu erhalten, zu bewahren in ihrem Glauben, in ihrer Treue, Rechtlichkeit, Einfalt, Armut und, während alles sich krampfhaft bewegt, ruhig als Muster dessen zu stehen, wie es überall sein sollte.

Als ich den grauen Rock in der Steiermark einführte, geschah es, um ein Beyspiel der Einfachheit in Sitte zu geben; so wie mein grauer Rock, so wurde mein Hauswesen, so mein Leben und Handeln. Das Beyspiel wirkte. Der graue Rock, von manchen verkannt, von den Besseren erkannt, wurde ein Ehrenrock, und ich ziehe ihn nicht mehr aus, ebensowenig weiche ich von meiner Einfachheit. Lieber gebe ich mein Leben her…

Ich bin wirklich ein Liberaler, wenn das besagen will, daß man Überholtes nicht erhalten soll.

Leider vermisse ich die Geradheit, es ist eine elende Politik, jene, die sich von diesem Wege entfernt. Wie irrig, wer glaubt, die Überlegenheit der Politik bestehe, in der großen Feinheit, im Betrug usw. Nach meiner Meinung sehe ich sie (nicht) darinnen, (sondern) in der Richtigkeit, die wahre Lage zu erkennen, die Folgen zu berechnen und dann die zweckmäßigsten und zu ihrer Ausführung die besten Maßregeln zu treffen. Wer darinnen den besten Blick hat, der hat die Überlegenheit, hier läßt sich die Ehrlichkeit gut vertragen…

 

Erzherzog Johann von Österreich

Erzherzog_JohannErzherzog Johann Baptist Josef Fabian Sebastian von Österreich wurde am 20. Januar 1782 in Florenz als 13. Kind von Großherzog Leopold von Toskana, dem späteren Kaiser Leopold II., und dessen Gattin Maria Ludovica von Spanien geboren. Er war der Bruder von Kaiser Franz I., und wurde nach dem Tod des Vaters mit dem höchsten Kommandoposten in der Armee betraut. Nach dem Ende des Tiroler Aufstands wurde er im Herzogtum Steiermark im Jahr 1809 sesshaft. Über viele Jahrzehnte prägte er die Entwicklung der Steiermark und war Förderer und Modernisierer von Industrie, Landwirtschaft und Eisenbahnwesen sowie im Kultur- und Bildungsbereich. Er war Begründer des heutigen Landesmuseums Joanneum, der Landesbibliothek sowie Grazer Technischen Hochschule. Erzherzog Johann Baptist von Österreich starb am 11. Mai 1859 in seinem Palais in Graz.

Bild: © J. Kriehuber, L. Schnorr von Carolsfeld, getönte Kreidezeichnung

Hösele Herwig

Prof-Herwig-HoeseleProf. Herwig Hösele wurde 1953 geboren. Er ist ein jahrzehntelanger enger Mitarbeiter dreier steirischer Landeshauptleute und profunder Kenner der steirischen Zeitgeschichte. Er war Präsident des Bundesrates (ÖVP) und Mitinitiator des Österreich-Konvents. 

Des Weiteren ist er seit 2005 Koordinator des Europa-Forums "Geist & Gegenwart", seit 2008 ehrenamtlicher Generalsekretär der Initiative Mehrheitswahlrecht und Demokratiereform sowie seit 2011 Generalsekretär des Zukunftsfonds der Republik Österreich und Vorsitzender des Clubs Alpbachs Steiermark. Herwig Hösele hat zahlreiche Publikationen verfasst.

Foto: © Henx

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